RadmobilDie ersten Erlebnisse der Umsattler

Plus und Minus: So erging es einigen unserer Umsattler auf den ersten Kilometern bei ihrem Umstieg auf das Fahrrad.

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Bei der Kleinen Zeitung erhielten die zehn Umsattler ihre Steirerbikes © Nadja Fuchs
 

Rund 100 Kandidaten hat es bei unserer Aktion „Wir satteln um“ gegeben. Zehn wurden ausgewählt und machen nun als Umsattler mobil, steigen vermehrt aufs Fahrrad um, das sie kürzlich in Graz überreicht bekamen. Doch es soll nicht bei diesen zehn motivierten Pedalrittern bleiben. Es gibt nämlich für jedermann/frau unzählige Gründe, das Auto stehenzulassen und stattdessen auf den Drahtesel umzusatteln. Mit dem Fahrrad wird der tägliche Weg zur Arbeit zur kleinen Fitnesseinheit. Auch wer regelmäßig zum Einkaufen oder zu Freunden mit dem Fahrrad statt dem Auto fährt, tut seinem Körper Gutes. Doch nicht nur die Gesundheit, auch die Umwelt freut sich über zahlreiche Umsattler. Rad fahren und zu Fuß gehen sind die umweltfreundlichsten Fortbewegungsarten. Zusätzlichen Anreiz zum Umsatteln bietet die Aktion „Radln für alle“. Machen Sie mit bei der Initiative des Landes Steiermark: Melden Sie sich an und senden Sie bis Ende Juli möglichst viele Fotos und Erfahrungsberichte, wie es Ihnen beim „Umsatteln“ gegangen ist, ein. Das ist zudem für den guten Zweck: Werden mehr als 1000 Fotos und/oder Berichte eingesandt, werden im Rahmen der Initiative „Steirer helfen Steirern“ Fahrräder an bedürftige steirische Kinder gespendet. Unter allen angemeldeten Umsattlern, die Fotos und Berichte schicken, werden tolle Preise verlost, etwa ein Fahrrad für Erwachsene oder diverse Radutensilien, die das Radfahren
noch entspannter machen.

Harald Simentschitsch düst auch zur Feuerwehrzentrale Foto © LR

"Der Verkehr ist echt mörderisch"

Harald Simentschitsch hat den Stier gleich bei den Hörnern gepackt und ist mit seinem neuen Steirerbike von Graz nach Hause nach Heiligenkreuz am Waasen geradelt. Eine echte Herausforderung war dabei die Strecke über den Hühnerberg. „Nicht das Treten, sondern der Verkehr war schuld. Das ist echt  mörderisch. Mich hat ein Sattelzug überholt, ich glaube, da hatten wir beide Angst“, erzählt er. Glücklicherweise ist alles gut gegangen. Seither fährt er täglich mehrmals mit dem „Dienstross“ zur Arbeit und wieder nach Hause. Auch sonstige Alltagswege werden mit dem Rad erledigt, ein Korb für Einkäufe ist montiert. Sogar zum letzten Feuerwehreinsatz kam er mit dem Bike. „Es hat gerade gepasst, ich habe eine Abkürzung genommen und war der Zweite im Rüsthaus. Nur Kommandant Patrick Pichler war vor mir da“, grinst Simentschitsch.

Annemarie Konrad-Schreck bei der Fahrradübergabe in Graz Foto © Nadja Fuchs

Vom Ehemann angespornt

Annemarie Konrad-Schreck aus Walkersdorf (Gemeinde Ottendorf an der Rittschein) war bislang nur sehr selten mit einem Fahrrad unterwegs. Am vergangenen Wochenende hat sie mit ihrem Ehemann bereits eine Radtour von mehr als 30 Kilometern unternommen: „Mein Mann hat mich sehr motiviert. Ich wollte eigentlich schon umkehren, aber er hat mich weiter angespornt und das war dann echt lustig.“ Einmal in der Woche will sie nun den Weg zu ihrer Arbeit in Oed zurücklegen. „Ich habe es schon im vorigen Jahr mit dem Rad versucht, aber es hat immer irgendwas nicht gepasst."

Tina Steer mit ihrem neuen Steirerbike Foto © LR

Wochenendtour als Training

Tina Steer (19) aus Donnersbach im Ennstal hat gerade an der HLW in Bad Ischl maturiert und wird diesen Sommer ein Praktikum in Stainach machen. „Bis jetzt bin ich nicht viel mit dem Rad unterwegs gewesen, weil meines schon sehr veraltet war.“ Mit ihrem neuen Steirerbike möchte sie aber am Wochenende bereits die erste Ausfahrt machen und so für ihre bald regelmäßigen Strecken zum Praktikum und retour trainieren.

Robert Schwarz ist schon fleißig unterwegs Foto © LR

Jeden Tag in die Arbeit geradelt

Robert Schwarz erzählt von seinen ersten Erlebnissen: „Bisher bin ich jeden Tag in der Früh zur Arbeit geradelt. Losfahren muss ich dann um 6.15 Uhr. Die Strecke bis nach St. Ruprecht/Raab zur Firma ist teilweise abfallend, das ist in der Früh natürlich angenehm. Am Abend steigt es dann leicht an, da komm ich schon ein wenig ins Schwitzen, weil es eben auch viel wärmer ist. Aber ich merke von Tag zu Tag, dass auch das schon leichter geht. Das Sonntagsblatt hab ich auch schon mit dem Rad zugestellt, weil mein Sohn nicht daheim war. Da haben unsere Bekannten dann schon g’schaut, als ich mit dem Rad dahergekommen bin. Auf meiner Heimstrecke brauche ich bisher 17 Minuten, mein Ziel ist es, dass ich da vielleicht noch ein wenig schneller werde.“

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