Herbert Kickl im Interview

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"Demokratie geht anders"

© Andreas Ruttinger
 

Herr Kickl, Sie sind ja gebürtiger Kärntner, aber schon beruflich in Wien. Was verbindet Sie mit Ihrer Kärntner Heimat?

Ich lebe jetzt schon viele Jahre mit meiner Frau und meinem Sohn in Niederösterreich, meiner zweiten Heimat, und wir fühlen uns in Purkersdorf sehr wohl. In Kärnten leben meine Eltern, hier bin ich aufgewachsen, hier habe ich immer noch - und dafür bin ich sehr dankbar – Freunde aus meiner Jugendzeit. Ich habe damals, wenn es ging, auch Zeit an den schönen Seen, natürlich auch am Wörthersee, verbracht – wer nicht? Jetzt komme ich, auch mit meiner Familie, so oft es geht, zurück in meine alte Heimat zu meinen Eltern, zu alten Freunden, und ich gehe gerne in die Kärntner Berge.

Sie haben ihre Karriere ja unter dem früheren Kärntner Landeshauptmann begonnen.

Jörg Haider und seine Art, Politik zu machen, waren der Grund, warum ich damals als Mitarbeiter zur FPÖ gegangen bin. Und ich habe viel von ihm gelernt, vor allem, dass man in der Politik die Menschen wirklich mögen muss, dass man authentisch ist. Sonst lässt man es besser gleich bleiben.

Werden sie auch in den Wahlkampf in Kärnten eingreifen?

„Eingreifen“ wäre etwas zu viel der Ehre, im Wahlkampf werde ich einige Einsätze haben, Landesparteiobmann Gernot Darmann, unsere Spitzenkandidat Erwin Angerer, unser ganzes freiheitliches Team bis hinein in die Gemeinden, sie machen alle einen super Job. Sie sind mit Herzblut dabei und ich freue mich sehr darauf, sie zu unterstützen.

Stichwort Innenminister – wie schauts mit der Sicherheit in Kärnten aus?

Als Innenminister war ich öfters in Kärnten unterwegs und habe mir auch vor Ort ein Bild gemacht. Grundsätzlich ist Kärnten, wie Österreich insgesamt, ein sicheres Land, aber – und jetzt kommt ein großes Aber – es ist nicht alles eitel Wonne und es gäbe noch viel zu tun. In den eineinhalb Jahren, in denen ich Innenminister war, haben wir in die Ausrüstung der Exekutive investiert und ich habe den Polizisten den Rücken gestärkt. Wir haben mit einer großen Personaloffensive bei der Polizei begonnen, die insgesamt über 4.000 Polizisten mehr in ganz Österreich bringt. Mehr Polizisten auf der Straße bedeuten mehr Sicherheit! In Kärnten ist die Polizei als Arbeitgeber übrigens ausgesprochen beliebt und entsprechend gut qualifiziert sind auch die Bewerber.

Die ÖVP will aber keinen Innenminister Herbert Kickl mehr…

Erst wollte die ÖVP mich nicht mehr als Innenminister. Dafür geht die Volkspartei aber mit den Erfolgen in der Asyl- und Fremdenpolitik hausieren. Dann hieß es, es darf überhaupt kein Freiheitlicher mehr Innenminister sein. Dann wollte die ÖVP einen unabhängigen Innenminister und jetzt muss es unbedingt ein ÖVPler sein. Da kann sich jetzt jeder selbst seinen Reim drauf machen. Und das ganze zwei Monate, bevor die Österreicher überhaupt gewählt haben. Demokratie geht anders.

Was ist ihr Ziel für die Wahl am 29. September?

Die Bundesregierung hat gut gearbeitet, Türkis-Blau war erfolgreich. Uns Freiheitliche treibt die Liebe zu unserer Heimat an und je stärker wir bei der Wahl sind, desto besser können wir unsere Heimat schützen und den erfolgreichen Weg in der Regierung fortsetzen. Nur eine Stimme für die Freiheitlichen garantiert, dass es nach dem 29. September nicht zur ÖVP-Linkswende mit den Grünen, zum schwarzen Neoliberalismus in Pink oder zum schwarz-roten Stillstand kommt. Denn in diese Richtungen lässt sich Sebastian Kurz gerade von der Uralt-ÖVP treiben.

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