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Appell Franz Küberl: Warum das Grundeinkommen ein Gebot der Stunde ist

Der Markt regelt nicht alles. Er kann auch abweisen und Leben zerstören. Daher braucht es gerade in der Krise nach Corona eine staatliche Sicherung, die den Schwächeren eine Existenz in Würde ermöglicht.

© foto_tech - stock.adobe.com
 

Die Coronakrise hat mehrere wuchtige Umbrüche gebracht, auch im Hinblick auf die Dramatik sozialer Fragen. So ist die Arbeitslosenquote im März in wenigen Tagen auf die höchste Rate seit 1946 gestiegen. Jetzt, so scheint es, kommt die Angst vor Armut in der Mittelschicht an. Wenn unmittelbar nach Verlautbarung der Förderungen für Klein- und Einzelunternehmer rund 200.000 quasi gleichzeitig die Website der Wirtschaftskammer stürmen, um 500 oder 1000 Euro Hilfe in bar zu bekommen, ist das ein Alarmzeichen der Sonderklasse.

Kommentare (39)

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Landbomeranze
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Unterschied?

Der Unterschied zwischen K u. K (Kommunismus u Küberl) ist, im Kommunismus musste für das Grundeinkommen gearbeitet werden. Und trotzdem ist er gescheitert! Der Küberl glaubt, es geht auch ohne Arbeit. Glauben kann er ans Paradies im Jenseits, auf Erden gibt es das aber nicht.

jg4186
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Spiel

„Was für die Kinder Spielen ist, ist für die Erwachsenen Arbeiten“! Stimmt der Satz oder nicht? Und man bekommt fürs Arbeiten sogar Geld!
Gehen wirklich so viele nur wegen des Geldes arbeiten? Warum meinen so viele, dann ginge niemand mehr arbeiten? So viele arbeiten jetzt schon ehrenamtlich und tun es gerne, auch ohne Bezahlung. Das wären dann vielleicht sogar noch mehr.

jaenner61
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na zumindest

habens so getan, als ob sie gearbeitet hätten 😉

melahide
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Es wird

in Österreich nie eine Solidargemeinschaft geben. So lange die Menschen nicht unbefleckt. Hören sie „Grundeinkommen“ haben sie sofort Bilder im Kopf vom faulen Willi, der nicht arbeiten will und sich einen Lenz auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung macht. Deshalb gehört das alles verboten, gell?

Bis jetzt wird in Österreich die Diskussion auch falsch geführt. Es gibt ja heute schon Beihilfen und Gelder. Ziemlich viele sogar. Ein „Grundeinkommen“ würde das ja ablösen. Jene die arbeiten bekommen es als „Steuergutschrift“, die anderen eben ANSTATT Arbeitslosengeld oder Mindestsicherung. Ein Grundeinkommen hätte man dann immer. Wer viel mehr möchte arbeitet dafür. Auch im Wissen, dass man ein GE hat.

Natürlich müsste das GE dann auch über Krankenkasse oder Finanzamt abgewickelt werden um Missbrauch zu verhindern. Welche Maßnahmen man dann setzt - zb mind 5 Jahre ins System einbezahlt, ein paar Stunden gemeinnützige Arbeit für die Gemeinde ...- das müsste ausdiskutiert werden.

melahide
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Fakt ist halt

Je mehr WIR auf Automatisierung, Digitalisierung und billige Importe aus China usw. setzen, umso weniger Arbeit werden wir in Österreich haben. Und viele werden keinen Arbeitsplatz mehr finden. Und nachdem der Konsument in all seiner Herrlichkeit die kleinen Strukturen mit seiner "Geiz ist Geil" Mentalität zerstört ... so quasi: "Ich arbeite hier, will aber meinen Billig-Apfel aus China und meinen Billig-Fernseher aus Südkorea"... ist es klar, dass nicht mehr viel übrig bleiben wird an Arbeitsplätzen.

Man wird natürlich immer Pflegepersonal brauchen (dafür ist nicht jeder geschaffen), Dienstleistung, Polizei, Richter, Menschen die etwas anbauen (es sei denn wir importieren alles aus Italien, Spanien usw.), Ärzte, Lehrer, Forscher, IT-Techniker ... und Menschen in Jobs, die wir heute noch nicht einmal kennen.

Der Rest wird nur noch als Konsument dienen können ... weil irgendwer muss in unserem Wirtschaftssystem die Produkte die wir erzeugen kaufen.

Und das Steuersystem wird von Besteuerung der Erwerbsarbeit auf Kapital- und Vermögensbesteuerung, Finanzgewinne, Konsumbesteuerung usw. umgestellt werden müssen ...

umo10
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Es nützt niemanden

Wenn die teilzeitverkäuferin weniger bekommt als der Sozialhilfeempfänger. Damit bestraft man die redliche Arbeit. Es ist nun mal so, dass Sozialhilfe von der Arbeiterin in der Privatwirtschaft gezahlt wird. In guten Zeiten kann man diesen Unterschied etwas kleiner machen, aber nicht in corona Zeit. Fast jeder ist solidarisch, aber nicht dumm.

jaenner61
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gab bzw gibt es dieses system nicht ohnehin schon?

meines wissens nannte es sich „kommunismus“
hat sich aber such nicht so richtig durchgesetzt 😂

pescador
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Helfersyndrom

Als Helfersyndrom bezeichnet man negative Auswirkungen übermäßiger Hilfe. Menschen die darunter leiden verlieren den Bezug zur Realität. Und andere wiederum nutzen diese Menschen skrupellos für ihre Zwecke aus.

crawler
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Grundsätzlich

stimmt das. Für mich ist es fast zu vergleichen mit einer Vogelbrut. Diejenigen die am Meisten schreien bekommen als erste und verdrängen diejenigen die nicht so stark sind und nichts bekommen, bis sie verhungern. Auf der einen Seite sind diejenigen, die bei jeder Demo dabei sind und das System zu nutzen wissen, auf der anderen Seite diejenigen die sich schämen auf anderer Hilfe angewiesen zu sein. Oder wie man es jetzt durch Chorona wieder gesehen hat, die einen die sich in den Medien wichtig machen und verschweigen was sie bisher für Einnahmen und Gewinne hatten, und die anderen für die keine Medien seiten- und monatelang berichten.

pescador
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Aber auch die Leistbarkeit von Zeitungsabonnement, Kino- und Theaterbesuch, Urlaub, die Möglichkeit, Freunde einzuladen.

Und ein paar De.... brauchen wir, die dafür arbeiten um das bezahlen zu können.

Einkommen braucht Gegenleistung. Wenn es immer mehr Leute gibt, die für Einkommen keine Leistung erbringen, wird unser System kollabieren.

melahide
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Wir können

nur hoffen, dass unser System kollabiert. Es zerstört unseren Planeten und ist nicht gerecht. Wir brauchen ein neues System, weg vom Gewinngedanken ... hin zum Gemeinwohl. Jeder Mensch kann und soll dafür einen Beitrag leisten, aber keiner soll zurückgelassen werden. So wie jetzt: wer nicht die richtige Ausbildung hat oder nicht (mehr) arbeiten kann, wird mit einem Minimum abgespeist und der wird „nur nich als Konsument“ gebraucht. Ziel sollte es sein, alle Menschen in eine gut bezahlte Beschäftigung zu bringen. Auch in Gemeinnützige, die von Staat finanziert wird.

Das Sozialsystem wird auch bald umgebaut werden müssen. Nicht wer arbeitet - wer Vermögen und Kapital besitzt müsste die größten Anteile tragen!

pescador
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Dieses System hatten wir zur Genüge

Und sie sind alle gescheitert.

jg4186
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für Einkommen keine Leistung

Ja, es gibt sie, zahlreich, immer mehr Leute gibt es, die für Einkommen keine Leistung erbringen!
Ich denke an Herrn Meischberger ("was war mei Leistung?") und viele andere auch. An solche Menschen im Land sollte man in der Diskussion auch denken, die sich's richten auf Kosten anderer, die mehr als genug haben - ohne eigene Leistung.
Es ist genug für alle da - es ist der Wohlstand nur schlecht verteilt!

limbo17
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Und was sollen

die Arbeiter noch alles bezahlen?
Das ganze faule Gesindel soll von ein paar wenigen die Arbeiten durchgefüttert werden! Geht s noch?
Die Wirtschaft ist am Boden, der Staat fördert, die Arbeiter zahlen!
Die Sozialleistungen sollen angehoben werden , die Arbeiter sollen zahlen!
Schön langsam reichts!
Es gibt sich auch welche die unverschuldet in Not sind! Denen gehört geholfen! Genau für so was gibt es Sozialleistungen!
Aber die ganzen Langzeitarbeitslosen und auch Flüchtlinge die absolut gar nichts dazu beitragen sollen auch nichts bekommen!
Und jetzt los mit der Daumen runter Challenge.

jg4186
27
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Durchlesen

Bitte den ganzen Artikel von Franz Küberl durchlesen und - denken. Da sind schon sehr gute Denkansätze enthalten. Also: alles lesen, nachdenken und dann erst mitdiskutieren. Und bitte keine unüberlegten Bemerkungen über Caritas und Kirche, die bringen uns nicht weiter bei diesem Thema.

Reipsi
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Herr Küberl

wir wollen nicht das der Alkoholbedarf der Sandler von uns Arbeiteten finanziert wird . Was glauben sie was die mit dem Geld machen ? Ihre Weinschulden beim Kaufmann bezahlen oder einkaufen, aber nix zum Essen.

princeofbelair
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Vielleicht

nutzen sie die Chance aber auch, um wieder Fuß zu fassen? Grundeinkommen heißt: Sich wieder eine Wohnung/Kleidung/Hygiene leisten können. Das heißt, wieder Selbstbewusstsein zu tanken. Das heißt, sich wieder zu trauen, Herausforderungen anzunehmen, heißt, sich wieder für Jobs zu bewerben,...
Oder man nutzt das Grundeinkommen dafür, einen Job zu machen, für den man brennt, dessen Lohn aber nicht zum Leben ausreicht (z. B. Kindergartenpädagoge, Altenpflegerin). Das Gehalt inkl. dem Grundeinkommen ist dann das Geld, von dem man gut leben und die Wirtschaft ankurbeln kann...

X22
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Da haben wohl einige nur die Überschrift gelesen

ich bin mir nicht mal sicher ob sie diese auch verstanden haben

limbo17
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Sie dürfen zu diesem

Zweck sehr gerne ihr privates Vermögen einsetzen!
Aber last endlich den Steuerzahler sprich die Arbeiter mit dem Sch.... in Ruhe!

X22
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Was wollens mitreden, sie verstehen es ja nicht

sie verstehen ja nicht mal den Artikel, sie schreiben schon "wer" es bezahlen soll, dabei gehts nur um den Denkanstoß, sich über die Problematiken der Zukunft in Bezug auf Arbeit, Leben, Absicherung, Gedanken zu machen. Probierens es einfach aus, Zettel auf den Tisch und los gehts

unfassbar
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Lieber Herr Küberl,

wer wird dann noch arbeiten....?
Haben Sie sich diese Frage schon einmal gestellt,
zumal es anscheinend jetzt schon fast unmöglich ist,
Inländer für gewisse Beschäftigungen (trotz hoher
Arbeitslosigkeit) zu motivieren....
Dieser Schritt geht weiter in Richtung Sozialschmarotzertum !

princeofbelair
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Alle...

...die Jobs machen wollen, für die sie zu wenig verdienen, um davon leben zu können.

ichbindermeinung
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ca. 5,5 bis 6 Milliarden pro Jahr v. Steuergeld nur alleine für die Zinsen

dann bitte gleich mal sofort verhandeln und die Zinsen, die die Österr. nur alleine im Jahr für die österr. Schulden zahlen müssen, ca 5.5 - 6,0 Milliarden pro Jahr, halbieren oder noch weiter reduzieren. Kein Wunder also, dass zu wenig Steuergeld für die Steuerreform, Pflege, Pensionen da ist

Trieblhe
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@ichbinderMeinung

Gratuliere zu Ihrem gelungenen Kommentar, es zeugt von absolutem Expertenwissen über die Refinanzierungsgebarungen der Staaten. Schade, dass solche Experten nur in Foren verfügbar sind und nicht in der Bundesfinanzierungsagentur sitzen.

GordonKelz
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WER MACHT DANN DIE ARBEIT...?!

Gordon Kelz

princeofbelair
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Man könnte ein Grhndeinkommen

auch als Anreiz verstehen, dass Leute wieder zurück ins Arbeitsleben gehen. Weil sie dann Jobs annehmen, von deren Gehalt allein sie nie und nimmer leben, geschweige denn eine Familie ernähren könnten. Ich weiß nicht, ob Gordon Kelz arbeitet, aber er kann davon ausgehen, dass keiner gerne fürs Nixtun bezahlt wird. Arbeiten ist mehr als nur Geld. Davon gibt es für manche Leistungen halt zu wenig, als das man bereit wäre, sich aufzuopfern. Wenn Sie das Grundeinkommen als „Auffetten“ verstehen, verstehen Sie den Sinn dahinter.

 
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