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Sterbehilfe-Urteil"Das wünsche ich mir nicht für Österreich"

Das Sterbehilfe-Urteil in Deutschland lässt auch in Österreich die Wogen hochgehen. Der Verfassungsgerichtshof prüft einen Antrag.

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Betreuung Sterbender in Pflegeheimen verbessern
Der Schweizer Palliativmediziner Gian Domenico Borasio nennt das Thema Sterbehilfe eine "Nebelkerze", die von wichtigeren Themen ablenke: etwa für eine flächendeckende palliative Versorgung und mehr Personal in der Alten- und Krankenpflege zu sorgen © APA/Sebastian Kahnert
 

Darf ein Mensch entscheiden, wann und wie er stirbt? Wer darf ihm dabei helfen: Angehörige, Ärzte?

Kommentare (37)

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freeman666
2
10
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Kirche und Staat gehört klar getrennt.

Es kann doch bitte heutzutage nicht sein, dass eine von vielen Glaubensgemeinschaften ihren Willen der gesamten Gesellschaft aufzwingt.
Wenn die Kirche glaubt hier Gutes zu tun, hat sie vom Sterben keine Ahnung.
Die Kirche dürfte maximal ihren Gesinnungsgenossen empfehlen Sterbehilfe abzulehnen, aber was der größere Teil der Bevölkerung macht oder nicht macht geht sie rein gar nichts mehr an.
Das dunkle Mittelalter ist vorbei! Ich persönlich erwarte mir von der Politik und der Gerichtsbarkeit dem deutschen Urteil zu folgen.

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teacup
1
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Lebensqualität

Auch im hohen Alter oder mit einer schweren Krankheit ist es wichtig dass ein Mensch eine gewisse Lebensqualität behält. Wenn es keine Chance auf Heilung mehr gibt und unaushaltbare Schmerzen ein normales Leben unmöglich machen, dann sollten PatientInnen auch die Möglichkeit haben ihr Ableben zu beschleunigen. Ich sehe es sehr kritisch, dass die größte Sorge des katholischen Familienverbandes nicht das Leben bzw. der Wille des Einzelnen ist, sondern dass andere Institutionen ein Geschäft mit dem Tod machen könnten.

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feringo
0
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@teacup Marxens Geschäfte

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Der Aspekt, ob Sterbehilfe geschäftlich ausgeführt werden darf, ist auf einer nachrangigen Ebene zu diskutieren, denn das beinhaltet das Thema "Kapitalismus oder Kommunismus"; betrifft also nicht grundsätzlich die Sterbehilfe. Soviel ich weiß, werden kapitalistisch korrekt geführte Geschäfte in der "Katholischen Lehre" befürwortet (Bischof Reinhard Marx, Deutschland). Dieses Argument kann somit als Ausrede entlarvt werden.
Mitleidvolles und barmherziges Handeln mit der menschlichen Kreatur ist das Thema.

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Reipsi
1
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Gewisse Kommentare

sind eine Katastrophe, bitte auch für .umme, wenn es gelockert wird muss ich es nicht tun un bitte die deutsche Auslegung anschauen und dann reden oder schreiben, ausserdem was ich mit meinen Körper und mit mir mache geht niemandem etwas an, alles klar ? Es gibt immer Andere die über Andere entscheiden wollen.

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voit60
4
38
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Was sagt der Religionsvertreter

Zum Schicksal des jungen Burgenlaenders? Ist dieses auch gottgewollt? Muss der arme Mensch jetzt auch noch Jahrzehnte weiter leiden bis er vom barmherzig Gott erlöst wird?

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jg4186
29
5
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An der Hand ...

... und nicht durch die Hand eines Menschen sterben - das sollte in unserem Land Maßstab sein und bleiben. Wir haben, meine ich, mit der Passiven Sterbehilfe gute und menschenwürdige Regeln für diese letzte Phase im Leben: Nicht das Leiden erlängern, aber auch nicht das Leben beenden. Der Bericht aus Holland - wo es das Recht auf Sterben schon gibt - war sehr bedenkenswert: Dass der Druck der Verwandten und der Öffentlichkeit immer größer wurde, doch sich helfen zu lassen bei Sterben. Selten, so sagen alle, die mit Sterbende zu tun haben, wollen diese Hilfe beim Sterben, sondern Hilfe zu einem menschenwürdigen und möglichst schmerzfreien Leben. Sprich: Pflegehilfe, Schmerztherapie, Palliativbegleitung.

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Herbstaster
7
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Einseitige Berichterstattung

Ich erwarte, dass eine Zeitung zum Thema Sterbehilfe nicht nur die Stellungnahme der Katholische Kirche abdruckt, sondern auch die Befürworter zu Wort kommen lässt. So vermisse ich z.B. einen Hinweis auf die OGHL (Österreichische Gesellschaft für ein humanes Lebensende) www.oeghl.at.

Seitdem ich den Artikel heute morgen gelesen habe stelle ich mir die Frage, ob es für mich nicht an der Zeit wäre, mein Kleine Zeitung Abonnement zu kündigen. Mit der Katholischen Kirche stehe ich ja schon seit dem Religionsunterricht im Jahr 1963/64 auf Kriegsfuß.

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GordonKelz
1
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Da werden Sie warten müssen....

...bis zu einer Stellungnahme der Gesellschaft für ein humanes Sterben, nicht weil die nicht wollen , sondern weil sie nicht gefragt werden..und sollte es dazu kommen, wird das herbeigeredete Negative
( Blattlinie) überwiegen.
Gordon Kelz

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tigeranddragon
2
28
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Sowohl

dieses katholische Kirchending, als auch dieses türkise applaudieren durch die Redakteure der KlZtg haben mich vor einiger Zeit dazu bewogen mein Abo enden zu lassen.

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tannenbaum
1
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Und

ich werde folgen!

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aerion01
11
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Der Katholischen Familienverband.

Super, dass ihr den auch zur Stellungnahme eingeladen habt. Sehr sensibel, dass man auch diese unendlich wichtige Institution so prominent zu Wort kommen lässt. Gut auch, dass man deren wichtigen und qualifizierten Standpunkt gleich in die Headline packt. Gar nicht unterschwellig! Tolle, ungefärbte, sachliche, untendenziöse Berichterstattung!

Ich schlage außerdem vor, deren Meinung auch zu anderen Themen zu hören, wie etwa

- Rechte für homosexuelle Menschen bzw. Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare
- Verkauf der Pille danach ohne Rezept
- Die Fristenregelung bei Abtreibung
- Sex vor der Ehe
- Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare

Bin gespannt auf die wichtigen, progressiven Akzente, die dieser Verband in diese Themen einbringen wird und wie kirchentreu die Kleine es dann in der Headline ausschlachtet!

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feringo
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Recht auf Mitleid

In Anbetracht der Schlagzeile möchte ich einfach formulieren:

Ich lebe nicht gerne in einem Staat, in dem Mitleid mit schwer leidenden Menschen und diesen zu helfen verboten ist. Palliativmedizin ist sehr gut aber nicht alles.

Das Recht auf Mitleid sollte eingeklagt werden.

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Civium
41
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99 Prozent der sterbenden wollen

leben, solche Gesetze fordern nur junge gesunde Menschen!!
Wer noch nie sterbende begleitet hat der weiss nicht wie oft noch nach Zuwendung und Hilfe gebeten wird, aber nicht nach Sterbehilfe!

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feringo
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@Civium für Alle

==============
Civium, Sie nehmen sich das Recht heraus, für 100% zu sprechen.

Es sind aber eben nur - 99% - (Ihrer Angabe nach).

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voit60
3
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Ich war beim Sterben meiner Mutter dabei

Ich hätte ihr ihren Todeskampf sehr gern erspart, übrigens auch mir, der es nie vergessen wird wie furchtbar dieser war.

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voit60
2
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Was ist hier so zu bewerten

Du Koffer?

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walterkaernten
4
30
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sterben

@civium
Wenn jährlich ca 80 000 menschen in ÖSTERREICH sterben, dann sind ein prozent 800. Wenn es den 800 hilft, dann ist es gut .

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Herbstaster
9
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Nein, meine Patientenverfügung genügt mir nicht!

Bei der ZIB 2 Meldung am Mittwoch, "Deutsches Höchstgericht hebt Verbot von Sterbehilfe auf" habe ich gejubelt, weil ich darin eine Chance sah, dass es auch in Österreich noch rechtzeitig für mich so weit kommen könnte. Ich will rasch und schmerzlos sterben können, wenn mir mein Leben eines Tages nicht mehr lebenswert erscheint. Ohne Lok-Führer in meinen grauenvollen Tod einbeziehen zu müssen. Ich verlange für mich nur so viel, wie jedem Tier zugestanden wird. Niemand verlangt, dass einem Tier bis zu seinem langsamen, qualvollen Tod die Pfote gehalten wird!

Keinesfalls möchte ich selbst das erleben müssen, was meinem Vater in seinen letzten 10 Tagen auf der Palliativstation des LKH widerfahren ist.

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Civium
28
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Jeder vernünftige Mensch wird eine

Patientenverfügung machen und das ist ausreichend !!
Hospize und Palliativmedizin muss ausgebaut werden!

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Civium
58
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Solche Urteile sind befremdend!

Es ist ein Freibrief zum Selbstmord und wann kommt die Zeit wo andere bestimmen ob jemand leben darf oder nicht!!
Grauenhaft , da denkt sofort an Euthanasie der Nazis und die Mordschwestern von Lainz in kommen einen ins Gedächtnis gerufen.
Wenn jeder ein Recht auf sein eigenes Sterben haben soll so darf niemand mehr einen Selbstmörder versuchen zu retten.
Man würde als Retter sich schuldig machen und wer könnte beweisen ob jemand dazu gedrängt wurde sich selbst zu töten.
Ein Horror darüber nachzudenken!!

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Herbstaster
5
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Selbstbestimmtes Sterben in Würde

Genau: niemand hat das Recht, einen "Selbstmörder" zu retten!!!!

Es wurde kolportiert, der Mörder, der die Junge Mutter am 4. Februar auf offener Straße um ihr Leben gebracht hat, hätte schon zwei Selbstmordversuche hinter sich gehabt? Wer hat den eigentlich gerettet und wozu??? Damit er seinen Tötungstrieb ausleben kann anstatt sich selbst umzubringen? Und jetzt wird er auf Staatskosten verwahrt - aber für wie lange?

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feringo
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@Civium Horror

Wertes/e/r Civium, sie erleben Horror?
Wäre gut Ihr Gehirn selbst zurecht zu rütteln. Die Verknüpfung Ihrer Gedanken sind Ursache, schlagzeilenartig und treffen nicht wirklich das Thema.
Es geht um das Recht auf Mitleid!

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d04489cb1cdb9e954873cff5a34a77ee
6
48
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du verstehst es nicht, macht nix...

es geht nicht darum Selbstmörder zu unterstützen, sondern Totkranken, unheilbar Kranken - zu ermöglichen, wenn sie es so wollen - ihrem Leid selbst ein Ende zu setzen. Alles andere ist unmenschlich.

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Civium
30
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Wer weiss ob sie es

selbst wollen, oder andere??? Mord ist in jeder Form abzulehnen auch der Selbstmord!!!!!!!

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feringo
10
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@Civium

Civium, schämen Sie sich, einen Freitod auf Grund unheilbarer Krankheit als Mord zu bezeichnen.

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tannenbaum
12
44
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Die Kirche

sollte da gar nichts mitzureden haben!!! Die können in ihrer Wahnwelt leben, aber sollten die realistisch denkenden Menschen in Ruhe lassen!

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