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Von Mensch zu MenschWenn ein Autor es degoutant findet, wie einem Ex-FPÖ-Obmann nachgetreten wird.

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Er sagt, was er denkt und blinzelt dabei nie in jene Richtung, aus der er vielleicht den größten Applaus erwarten könnte. Der große Literat Michael Köhlmeier hat nun gestern anlässlich seines 70. Geburtstages wieder gesagt, was er denkt und seine Antwort auf die Frage wissen lassen, ob er lieber mit Strache oder Kurz einen Abend verbringen würde. Seine Antwort dürfte viele seiner Autorenkollegen sprachlos machen. Er würde H.C. Strache vorziehen, weil dieser sicher die besseren Witze zu erzählen wüsste und es mit ihm amüsanter wäre als mit Kurz. Im Gegensatz zu Kurz habe Strache für ihn „charmante Augenblicke“. Und dann verriet er noch, was er sich beim Ibiza-Video gedacht hat: „Wenn meine Rock´n Roll-Freunde und ich zusammensitzen  und getrunken haben, dann möchte ich auch nicht, dass ein Mikrofon mitläuft“.
Nein, das ist nicht als Freispruch des Spesenritters Strache gedacht, Köhlmeier ist auch alles andere als ein Fan der Freiheitlichen oder des Ex-Parteiobmannes. Beim Gedenktag im Parlament im vergangenen Jahr hat er vor Antisemitismus gewarnt, die FPÖ attackiert und die geschlossene Balkanroute mit den geschlossenen Grenzen der Schweiz in der NS-Zeit verglichen. Und er appellierte an jene, die stolz auf die geschlossene Balkanroute waren, an das Leid hinter der Grenze zu denken.
Was Menschen wie Köhlmeier auszeichnet? Dass er keiner ist, der es sich in der moralischen Überlegenheit einer Haltung bequem macht. Oder gar einen ohnehin schon am Boden Liegenden noch attackieren würde. Im Gegenteil, er hält nicht wenigen in der FPÖ einen Spiegel vor die Augen, wenn er sagt, es missfalle ihm, „wie Leute, die allesamt Strache ihre Karriere verdanken, ihm nun nachtreten.“ Degoutant findet er das.
Schade, dass es in politischen Machtpositionen viele Treter und selten Köhlmeiers gibt.

Kommentare (3)

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campanile
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5
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Blödsinn

Die Schließung der Balkanroute war notwendig. Eine Schande ist allerdings, dass echte Flüchtlinge aus Syrien in den Nachbarregionen nicht besser versorgt werden. Auf der Balkanroute waren aber großteils junge Burschen, die meisten gar nicht aus Syrien, unterwegs in Länder mit hohem Sozialstandard. Den Vergleich mit der Nazizeit darf man also getrost als Blödsinn bezeichnen. Dass Köhlmeier Kurz nicht mag, hat er ja inzwischen schon in unzähligen linken Blättern der Welt verkündet. Steht ihm frei, aber wen interessierts?

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mobile49
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danke für diese zeilen

ausserdem , wer würde lieber mit einem "emotionslosen sprachroboter" kommunizieren , als mit einem menschen mit mehr als 4 ecken und kanten ?
alexa , siri , kurz gegen jeden anderen . ich würde auch jeden anderen vorziehen ;-) selbst strache ;-0

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pesosope
1
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mobile49

mein Gott, wie tief sitzt denn der Schmerz der Wahlniederlage noch? Ihr seid nichts anderes als trotzige Kinder, die nur ihre eigene Welt sehen und im Augenblick des Kummers sogar die Eltern vernichten würden. Werdet erwachsen und nehmt endlich zur Kenntnis, dass euch die überwältigende Mehrheit nicht mehr möchte!

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