MorgenpostHandke spricht die Sätze mit Staunen und Ergriffenheit, als entstünden sie im Sprechen neu.

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© APA/AFP/TT News Agency/JONAS EKS
 

Guten Morgen!

Es sind Sätze, die zunächst klingen wie Paulo Coelho für Fortgeschrittene, wie von der Kanzel gesprochene Sinn- und Engelssprüche für ein besseres, wahrhaftigeres Leben. Es sind lauter Anrufungen und Ausrufesätze. Immer wieder gelten sie der Natur, der Schönheit, der Freude, dem Gehen, der Verlangsamung, der Form, der Litanei, dem Rhythmus, dem Erzählen und dem Kind. Von all dem geht eine Erlösungs- und Verwandlungskraft aus. Wer Peter Handke liest, kennt die Motive und Stränge, in seiner gestrigen Stockholmer Nobelpreis-Rede hat er sie in einer Text-Montage programmatisch gebündelt, auch den hohen Ton. Handke-Sound, unverdünnt im Stockholmer Konzentrat.

Kommentare (1)
HPIK1RXCA6MZ63IL
3
6
Lesenswert?

Schwülstiger Schmarren

Nur mit viel Punsch zu ertragen!