Medienwissenschaftler Josef Trappel zu Inseratenvergabe: "Weiter wie bisher ist keine Option"

Der Salzburger Medienwissenschaftler Josef Trappel sieht die Gelegenheit, jetzt das Verhältnis zwischen Politik und Medien neu zu organisieren. Der Politik wirft er Untätigkeit vor.

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Herr Trappel, was hat Sie als Medienwissenschaftler ob der Enthüllungen um manipulierte Umfragen und dem Pingpong zwischen Politik und Medien, insbesondere dem Boulevard, überrascht?
JOSEF TRAPPEL: Es hat mich eigentlich nur überrascht, dass es an die Öffentlichkeit kommt und nicht in den Kreisen bleibt. Es brauchte in Österreich offenbar die Korruptionsstaatsanwaltschaft, damit diese Verhältnisse, die unsauber sind, überhaupt an die Öffentlichkeit kommen. Das ist auch ein Sittenbild der herrschenden Verhältnisse im Moment, dass es einer Staatsanwaltschaft bedarf, um solche Dinge öffentlich zu machen. Eigentlich wäre es die Aufgabe der Medien, so etwas öffentlich zu machen.

Kommentare (1)
GordonKelz
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WANN, wenn nicht jetzt ist das Mediengesetz

nachzuschärfen ,man hat aber kein so richtiges Interesse kommt einem vor, alle scheinen "zufrieden ", da stimmt was nicht!
Muss man allen den "SPIEGEL " vorhalten....?
Gordon