Einár (19) Schwedischer Rapper erschossen: "Wie bei einer Hinrichtung"

Der beliebte schwedische Rapper Einár starb laut Medienberichten nach Schüssen.

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Nils Kurt Erik Einar Grönberg ist tot © APA
 

Bei Schüssen in Schweden ist Medienberichten zufolge ein junger Rapper getötet worden. Der 19-jährige Musiker Einár, der bürgerlich Nils Kurt Erik Einar Grönberg hieß, wurde nachts in einem Wohngebiet in Hammarby Sjöstad im Süden von Stockholm erschossen. Es wurden Mordermittlungen eingeleitet. Schweden hat seit längerer Zeit Probleme mit Bandenkriminalität, die sich immer wieder in Schießereien zeigt.

Die schwedische Zeitung „Aftonbladet“ berichtete, dass der Rapper in letzter Zeit Drohungen erhalten habe. Nach einem Bericht des schwedischen Rundfunksenders SVT gingen die tödlichen Schüsse auf eine Bande zurück. Ohne nähere Angaben zu machen, hieß es, Einar sei aus nächster Nähe erschossen worden, „wie bei einer Hinrichtung“.

Entführungsversuch

Der Musiker war laut Medienberichten im vergangenen Jahr Opfer eines Entführungsversuchs gewesen. Hinter der Tat soll sein Rivale Yasin gestanden haben, mit dem Einár öffentlich im Streit lag. Yasin wurde wegen der versuchten Entführung im vergangenen Juli zu einer zehnmonatigen Haftstrafe verurteilt. In der kommenden Woche sollte Einár in einem Bandenprozess aussagen, doch die schwedische Staatsanwaltschaft habe zuvor erklärt, sie erwarte nicht, dass er vor Gericht erscheinen werde.

In seiner schwedischen Heimat ist Einár ein Name, der weit über die Hip-Hop-Szene hinaus Bekanntheit erlangt hat. Seinen Durchbruch hatte er 2019 mit dem Lied "Katten i trakten" (Die Katze in der Gegend). Im selben Jahr war er in Schweden der beliebteste Künstler auf Spotify, wie SVT berichtet hatte - und zwar vor internationalen Stars wie dem verstorbenen DJ Avicii sowie Popstars wie Ed Sheeran und Billie Eilish.

Kommentare (2)
silent
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Das Wording

ist vielleicht falsch? "Beliebt", ja ist er bei seinen Fans sicher. Aber das suggeriert, dass er ein "Nationalliebling" wäre. Bei dem musikalischen und textlichem Müll (Meinung) wären Attribute wie bekannt, berühmt und erfolgreich weniger irreführend, als beliebt, weil es doch zu verallgemeinernd klingt. Aber es passt zur heutigen "Todesnachricht" von Boris Bukowski. (Die schon korrigiert wurde, danke dafür)

griesbocha
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13
Lesenswert?

Das gewalt- und drogenverherrlichende Video oben ist absoluter Müll und eine Schande für die Jugend.

Für die schwedische Popkultur bestimmt kein herber Verlust, auch wenn der Tod tragisch ist.