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Atemlos durch den TagWie Atemtherapie das Wohlbefinden steigert

Wir werden immer oberflächlicher – zumindest, was unsere Atmung betrifft. Warum uns die Luft wegbleibt und was man dagegen tun kann, erklärt Atempädagoge Norbert Faller.

Relaxed young woman meditating outdoors by the sea head close up.
© Getty Images
 

Was passiert beim Atmen im Körper?
Norbert Faller: Der Atem hat eine lebensnotwendige Funktion. Er versorgt uns mit Sauerstoff, der eine Energiequelle für Muskeln und Organtätigkeiten ist. Wenn uns genug Sauerstoff zur Verfügung steht, fühlen wir uns leistungsfähig.

Und was passiert, wenn der Atemvorgang nicht so funktioniert, wie er sollte?
Dann kommt man bei bestimmten Tätigkeiten ziemlich schnell in Atemnot. Man kommt den Berg nicht mehr hinauf, man schnauft am Fahrrad oder auch das Treppensteigen wird mühsamer. Man merkt unter der Belastung dann schnell, dass die Leistungsfähigkeit fehlt.

Jürgen Fuchs
© Jürgen Fuchs

Übung eins

Konzentrationssteigernd.
(Vorsicht bei Problemen mit der Halswirbelsäule!)
Aufrechte Sitzhaltung, lassen Sie die Stirn Richtung Brustbein sinken, Halswirbelsäule Wirbel für Wirbel abrollen, Kopf in Richtung Schulter neigen – zwei bis drei Atemzüge verweilen. Kopf wieder in Mitte drehen, aufrichten. Kopf auf andere Seite drehen. Einmal pro Seite reicht – intensive Übung.


Aber welche Fehler machen wir nun beim Atmen?
Im Optimalfall besteht der Atemrhythmus bei der sogenannten Ruheatmung – ohne Belastung – aus drei Atemphasen: Einatmen, Ausatmen und einer Atempause. Die meisten Menschen machen in der heutigen Zeit aber keine Atempause mehr – sie atmen schnell und oberflächlich nur ein und aus. Wenn wir es schaffen, zu dieser Pause zurückzukehren, dann kann sich jede Atemphase vertiefen. Wir werden dadurch leistungsfähiger und können besser regenerieren.

Zur Person

Norbert Faller arbeitet und lehrt seit mehr als 30 Jahren als Atempädagoge.
Vom 25. bis 27. September gibt er einen Grundkurs zum Thema Atmen im Stift Sankt Georgen am Längsee. Einige Plätze sind noch frei. www.norbert-faller.com

Buch: Atem und Bewegung.
Theorie und 111 Übungen, Springer-Verlag, 260 Seiten, 51,39 Euro.


Wodurch werden diese Atemprobleme ausgelöst?
Wenn man als gesundes Kind zur Welt kommt, gute Umweltbedingungen vorfindet und wenn man auch in seiner Bewegung und persönlichen Entwicklung genug gefördert wird, dann wird normalerweise der Atem wirklich optimal fließen. Dann sind es meistens äußere Bedingungen, die das verändern. Zum Beispiel zu wenig oder einseitige Bewegung, schlechte Körperhaltung und Verspannungen. Auslöser können aber auch emotionale Einschränkungen sein wie Gefühle, die vielleicht nicht erlaubt werden. Aber auch Leistung, die schon früh von Kindern gefordert wird, die dadurch gestresst werden. Es können aber auch Lungenerkrankungen, Alter oder Rauchen sein, die Atemprobleme verursachen.
Jürgen Fuchs
© Jürgen Fuchs

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