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POPMixtape: Im Gleichklang der Herzen

Es war das musikalische Liebesgedicht der Achtziger. Das Mixtape war nicht nur eine Ansammlung von Liedern, sondern ein Gesamtkunstwerk.

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Mit der Musikkassette ist es so wie mit dem Vierteltelefon, manche (junge Menschen und Städter) glauben tatsächlich, es ist eine urbane Legende. Dabei war es in den Achtzigern neben der Mutprobe und dem Liebesbrief die einzige Möglichkeit, seinen Gefühlen am laufenden Band Ausdruck
zu verleihen. Die weniger poetisch Begabten sind sogar heute noch der Meinung: Mehr Komponist geht nicht. Wer in Zeiten von Spotify & Co. erst recht ein Mixtape zum Valentinstag verschenken möchte, dem seien Mut, Hingabe und Geduld gewünscht, denn schon das Besorgen des notwendigen Werkzeugs wie Kassettenrekorder und Kassetten wird eine Herausforderung.

Hürden und Stolpersteine

Ist diese Hürde einmal genommen, warten schon die nächsten Stolpersteine. Nämlich die Komposition des Tapes an sich. Delikate Angelegenheit Denn schon Rob Gordon in „High Fidelity“ wusste, dass die richtige Mischung eines Mixtapes eine delikate Angelegenheit ist. „Zunächst einmal verwendet man fremde Poesie, um seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Und es dauert viel länger, als man denkt.“ Also, Vorsicht! Ein Mixtape muss in seiner Gesamtheit gesehen und gehört werden. Es ist keine simple Aneinanderreihung von Liedern, sondern ein in sich abgeschlossenes Werk, das einzig und allein auf eine Person zugeschnitten ist. Im besten Fall ein Gleichklang der
Herzen.

Und so funktioniert’s:

MIXTAPE FÜR ANFÄNGER

– Nicht mit dem allerbesten Song starten! Der erste Song ist ein Gruß aus der Soundküche, der
Appetit auf mehr machen sollte.

– Der Big Bang sollte eher im Mittelfeld sein Feuerwerk zünden, wer schon zu Beginn sein Pulver verschießt, wird schnell langweilig.

– Aber unterschätze nie die Magie des ersten und letzten Songs. Sie sind Begrüßung und Abschied,
wecken Interesse und hallen nach.

– Ein Mixtape ist keine Chartshow. Also, Hände weg von aktuellen Ohrwürmern.

– Nur nicht zwangskreativ sein. Einer Angelika muss man nicht zwingend „Angie“ unterjubeln.

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