Medien-KolumneWenn Werbung wie Artikel wirkt

Wo redaktionelle Inhalte und bezahlte Anzeigen nicht klar zu unterscheiden sind, ist das Medienvertrauen gefährdet.

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Es ist ein uralter Dreikampf zwischen Inserenten, Anzeigenabteilung und Redaktion: Statt offenkundiger Werbung bevorzugen viele Auftraggeber so genannte PR-Texte, die journalistischen Artikeln möglichst gleichen sollen. Seriöse Medien kennzeichnen solche Annoncen schon dadurch, dass für sie nicht die redaktionell verwendeten Schrifttypen verwendet werden. Darüber hinaus etikettieren sie das Ganze als „Anzeige“ oder „entgeltliche Einschaltung“. Analog verweisen TV-Sender auf „Produktplatzierung“ – von der Kleidung der Moderatoren bis zu Getränken im Studio. Dennoch haben viele Konsumenten wenig Ahnung, was es damit auf sich hat. Auch die zeitgeistige Ausschilderung als „Advertorial“ oder „Gesponsert“ ist keine Stütze der Identifizierbarkeit. Je nach Plattform und Art der Kennzeichnung bemerken bis zu 60 Prozent der Leser, Seher, Hörer, Nutzer nicht, wenn es sich um einen bezahlten Beitrag handelt.

Kommentare (1)
jorg
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Lesenswert?

Kleine Zeitung

Da sollten sie sich an der eigenen Nase nehmen.
Beispiel die Seite 63 der heutigen Ausgabe.
Ganz oben steht "VITAL & GESUND / 63" in fetten Lettern und darunter ganz klein und in dünner Schrift "ANZEIGE"
Und das in Zeiten wie diesen zu einer Werbung.
"Alge als Barriere gegen Viren" .
Das hat die KLEINE doch nicht notwendig!? Oder?