Neu im KinoWelche Filme sich lohnen und welche nicht

Jamie Lee Curtis kehrt in "Halloween Kills" zurück, ein Wiedersehen mit Tom Hardy in "Venom 2", Wes Andersons Wimmelbild-Kosmos "The French Dispatch" und das seichte Demenzdrama "Die Vergesslichkeit der Eichhörnchen" - alle neuen Filme in der Kurzkritik.

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Ist dieses Mal vom Krankenhausbett aus dabei: Jamie Lee Curtis in "Halloween Kills" © (c) © 2021 Universal Studios. All Rights Reserved.
 

VENOM - LET THERE BE CARNAGE

Bewertung: ***

Es kriselt zwischen Journalist Brock (Tom Hardy) und seinem titelgebenden Alien-Parasiten. Während Brock sich mehr auf seine Karriere konzentrieren möchte, will Venom seinen blutrünstigen Gelüsten nachgehen. Derweil bahnt sich in San Francisco Übles an: Ein inhaftierter Serienkiller (Woody Harrelson) wird von einem Alien-Symbionten eingenommen und treibt nun als Carnage sein Unwesen. Brock und Venom müssen sich zusammenraufen, um dem Schurken das Handwerk zu legen. Das von Gollum-Darsteller Andy Serkis inszenierte Marvel-Sequel unterhält mit Selbstironie, die man im misslungenen Vorgänger vermisste. Überladener Action-Showdown und die enttäuschende Blutarmut sorgen aber für Abstriche. (pog)

HALLOWEEN KILLS

Bewertung: ***

Mit seinen mörderischen Auftritten in John Carpenters „Halloween“ von 1978 und den Folgefilmen ist Mike Myers der berühmteste Maskenträger der Filmhistorie. Nun versetzt er Haddonfield/Illinois wieder in Angst und Schrecken – am 40. Jahrestag der ersten Morde. David Gordon Green legt seinen zweiten Abstecher ins Slasher-Universum als Meta-Film mit vielen nostalgischen Referenzen im 70er-Look an. Auch Jamie Lee Curtis ist wieder mit von der Partie, wenn auch nur vom Spitalbett aus. In einer etwas zu offensichtlichen politischen Allegorie mutiert die Bevölkerung zum Lynch-Mob. Letztlich ist „Halloween Kills“ zu verkopft und zu groß für einen simplen Slasher. 2022 soll mit „Halloween Ends“ Schluss sein. (mw)

DIE VERGESSLICHKEIT DER EICHHÖRNCHEN

Bewertung: **

Demenzdramen wie „Still Alice“ oder „The Father“ haben es in den letzten Jahren sogar zu Oscar-Ehren gebracht. Nun legt Autorin und Regisseurin Nadine Heinze eine prominent besetzte Tragikomödie zum Thema vor: Die junge Ukrainerin Marija kommt als Pflegerin nach Deutschland, um sich um den dementen Patriarchen (Günther Maria Halmer) zu kümmern. Statt Knochenjob landet sie in einer kaputten Familie – mit einem Sohn (bissig: Fabian Hinrichs) und dessen kontrollwütiger Schwester Almut (Anna Stieblich). Unauthentische Figurenzeichnung, überdrehter Plot und Emilia Schüle geht als ukrainische Pflegerin leider nicht durch. (js)

THE FRENCH DISPATCH

Bewertung: ****

Wundersames Wimmelbild voller Hollywoodstars: Der neue Film von
Bildmagier Wes Anderson ist eine kunstvolle Hommage an den
Printjournalismus von einst. Und die Liste der darin vorkommenden Hollywoodsstars ist so lange wie selten. Lesen Sie hier eine ausführliche Kritik zu unserem Film der Woche.

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