Filmkritik"Gretel & Hänsel": Schaurige Neuinterpretation eines Märchenklassikers

Osgood Perkins hat sich ein Märchen der Gebrüder Grimm vorgeknöpft - große Schauermomente gibt es nur wenige. Neu im Kino.

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So grimmig ist der Märchenklassiker im Jahr 2020 © Polyfilm
 

Bewertung: ***

Dass Märchen eher für Erwachsene als für Kinder geeignet sind, beweist Osgood Perkins' schaurige Neuinterpretation des Grimm'schen Märchenklassikers. Die verzweifelte Suche nach Arbeit und Nahrung zwingen die junge Gretel (Sophia Lillis) und ihren kleinen Bruder Hänsel (Samuel Leakey), das elterliche Haus zu verlassen. Orientierungslos irren sie im Wald umher – bis sie auf eine Hütte stoßen, in der eine freundlich wirkende Frau (Alice Krige) lebt, die die Geschwister aufnimmt. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer: „Gretel & Hänsel“ entdecken, dass in dem Haus etwas Schreckliches passiert sein muss.

Albtraumhafte Visionen, in Bäume geritzte Pentagramme und eine alte Frau mit einem dunklen Geheimnis – verstörend wie der synthetisch-dystopische Soundtrack ist auch die fahrige Erzählweise der Horror-Mär. Trotz feministischer Lesart und innovativer Ansätze bietet das Kunstfilmprojekt wenig echte Schauermomente.

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