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Hanf im SchloßbergstollenGrazer Künstler droht nun der Führerscheinentzug

Die Freiheit der Kunst in Konflikt mit dem Suchtmittelgesetz: Wegen einer Installation, bei der Hanf im Grazer Schloßbergstollen zum Blühen gebracht wurde, wurden die beiden Künstler k.ada und Werner Schimpl nach dem Suchtmittelgesetz angezeigt.

Der Inhalt der Installation "Transparadox" im Schloßbergstollen landet nun vor Gericht © Ulrike Rauch
 

Der Fall sorgte in Graz Ende Dezember für Aufsehen: Nach einer Anzeige stoppte die Polizei das Lichtkunstprojekt „Transparadox“ von k.ada und Werner Schimpl im Schloßbergstollen und beschlagnahmte das künstlerische Material: sieben Cannabispflanzen, deren Wachstum hinter einem abgesperrten Screen zu beobachten gewesen war. Die Pflanzen waren Teil einer Installation, die zur Reflexion über Legalität und Illegalität von Drogen anregen wollte, und natürlich nicht zum Konsum gezüchtet, sagt Schimpl: „Mich interessieren in meiner künstlerischen Arbeit seit 30 Jahren die offensichtlichen Kontrollsysteme, die Grenzen der Gesetzlichkeit.“ Dafür macht er sich auch selbst verletzlich: Im Zuge eines Projekts am Grazer Flughafen etwa schickte sich Schimpel einst selbst durch die Gepäcksröntgenanlage.

Kommentare (7)
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NIWO
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Richtig so.

Auch "Kunst" hat Grenzen und ihre Erzeuger sollten dafür belangt werden.

petera
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Wenn sich die Behörden doch mit so einem Einsatz

Rasern, Besoffenen oder "demostrierenden" Coviden annehmen würde.

Ragnar Lodbrok
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Die Bullen sollen lieber die Leute

nach 20:00 kontrollieren. Außerdem...an Alkoholmißbrauch und den Folgen sterben in Österreich... ca 8.000 Menschen. An Cannabis - weltweit - seit es Aufzeichnungen gibt: 1 Person - und diese Person hatte massive allergische Probleme.

rb0319
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@Ragnar:

In Österreich werden Kontrollen übrigens von Polizisten, und nicht von Rindern vorgenommen. Nur zur Info, da Ihnen das offensichtlich nicht bewusst zu sein scheint.

olejetztaber
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Schwachsinn

Kompletter Schwachsinn der Behörden! Ein Hoch auf die Freiheiten der Kunst! Ich hoffe, das ist noch Österreich und nicht das Punktesystem á la China!

EventHorizon
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Der Unwert der Handlung

erschließt sich selbst dem unbedarften Laien auf den ersten Blick. Offen bleibt die Frage, in welcher Höhe sich die Projektförderung für ein solches Kunstwerk bewegt.

CIAO
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Wieso soll

Kunst nur von Förderungen leben?
Der förderer soll zahlen, damit er ja nicht als Kunst un sachverständiger dasteht.
Dem Förderer ist es an sich Wurscht - " ist ja e nur Steuergeld" und nicht meins.

Kunst war zu allen Zeiten auch immer politisch.

Ich mache Kunst die niemand will, der Staat solls kaufen/zahlen.

Übrigens, was geschieht mit den Sachen nach so einer Ausstellung, die der Staat, das Land oder eine Gemeinde finanziert hat????