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EssayValerie Fritsch: Meine organische, wilde Kindheitswelt

Für die Literatin Valerie Fritsch ist die Steiermark eine wilde Kindheitswelt; eine kleine Heimat aus Bäumen und Wiesen, die auch etwas mit Beschütztheit zu tun hat.

Autorin Valerie Fritsch © Fritsch
 

Ich bin Steirerin mit einem familiär ererbten Kärntner Schweinsmagen, ein körperliches Bundesländeramalgam, das es mit der Heimat nicht immer so genau nimmt, fröhlich dort zu Hause ist, wo ihm die Befremdlichkeiten vertraut sind. Die Verwandten der jeweils einen Seite reklamieren die guten Eigenschaften für sich und schreiben die schlechten der jeweils anderen Herkunft zu, nur bei der Eisenköpfigkeit ist man sich nicht einig, ob man sie als Makel oder als Schönheit zählen muss, und so wird sie empört mal diesem und mal jenem Territorium verrechnet. Die Unüberprüfbarkeit hilft beim Rechthaben.

Kommentare (3)

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TanjaGras
2
5
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Inspirierende Zeilen - Danke

Wie immer haben mich die bildhaften Zeilen von Valerie berührt. Danke dafür... besonders schön fand ich:
"(...) wenn man ein Herz hat, und mit den bloßen Händen, wenn es sein muss."

GordonKelz
3
7
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Schnörkellos frisch....

...ohne großen Pathos, man versinkt gleich in dieser wilden Kindheitswelt , die so sehr meiner ähnelt, obwohl viel früher, doch sind die Wiesen gleich in Erinnerung geblieben...
Gordon Kelz

HASENADI
2
9
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Liebe Valerie Fritsch,

Ihre weiche, bewunderte, wie auf Wellen tragende Sprache und Ihre leichte kärntnerische "Behinderung" sollen Sie nicht abhalten auszusprechen, was wir steirischen Landsleute auch sind: nicht "eisenköpfig", ganz einfach "Sturschädeln"!