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Bei Einreise Test nötig Neue Reisewarnung für Österreich

Die Reisewarnungen für Regionen in Österreich weiten sich aus. Angesichts der hohen Anzahl an Neuinfektionen gilt nun auch Vorarlberg in Deutschland offiziell als Corona-Risikogebiet. Auch Belgien erweitert Reisewarnung um Tirol und Vorarlberg.

Grenzkontrollen der deutschen Polizei
Grenzkontrollen der deutschen Polizei © (c) APA/BARBARA GINDL (BARBARA GINDL)
 

Angesichts der steigenden Neuinfektionen gibt es weitere Reisewarnungen für Vorarlberg und Tirol. Das für den Tourismus wichtige Land Deutschland stufte Vorarlberg am Mittwochabend als Corona-Risikogebiet ein und verhängte eine Reisewarnung. Belgien setzte unterdessen die Bundesländer Vorarlberg und Tirol auf die Rote Liste.

Das deutsche Robert Koch-Institut (RKI) setzte Vorarlberg und Regionen in zehn weiteren europäischen Ländern auf die Liste der Risikogebiete. "Es gilt nun auch das Bundesland Vorarlberg als Risikogebiet", hieß es am Abend auf der Website des Instituts. Kurz darauf verhängte das deutschen Außenministerium eine Reisewarnung in Deutschland.

Negativen Test vorweisen

Einreisende aus Wien und Vorarlberg müssen nun bei der Einreise nach Deutschland einen negativen COVID-19 Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, um nicht eine verpflichtende 14-tägige Quarantäne anzutreten. Die Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Deutschen Urlauber ermöglicht sie, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Neu auf die deutsche Liste der Risikogebiete kamen am Mittwoch auch Regionen in Dänemark, Portugal, Irland und Slowenien. Zudem wurden weitere Regionen in Frankreich, Tschechien, den Niederlanden, Kroatien, Rumänien und Ungarn als Risikogebiete ausgewiesen. Wegen der hohen Infektionszahlen ist nun fast ganz Tschechien als Risikogebiet eingestuft. "Das gesamte Land mit Ausnahme der Regionen Aussiger Region (Ústecký) und der Mährisch-Schlesischen Region (Moravskloslezský)" gelten seit Mittwoch als Risikogebiet.

Österreich hat bisher keine Reisewarnung für das Nachbarland erlassen. Das Außenministerium in Wien rät zwar generell vor nicht notwendigen Reisen derzeit ab, explizite Reisewarnungen gibt es in der EU aber nur für Portugal, den Großteil Spaniens, Schweden, Kroatien, Bulgarien und Rumänien.

Deutschland hat mittlerweile wieder 14 von 27 EU-Mitgliedstaaten ganz oder teilweise als Corona-Risikogebiete ausgewiesen. Die Einstufung als Risikogebiet basiert in Deutschland auf einer zweistufigen Bewertung. Zunächst wird festgestellt, in welchen Staaten/Regionen es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab. In einem zweiten Schritt wird nach qualitativen Kriterien festgestellt, ob für Staaten/Regionen, die den Grenzwert nominell unterschreiten, dennoch die Gefahr eines erhöhten Infektionsrisikos vorliegt.

Schlechte Nachrichten aus Belgien

Weitere schlechte Nachrichten kam am Mittwoch auch aus Belgien: Nach Wien setzte Belgien auch die Bundesländer Vorarlberg und Tirol auf die Rote Liste. Das teilte das österreichische Außenministerium am Mittwoch auf seiner Webseite mit. Demnach ist ab Freitag 16.00 Uhr bei Aufenthalt in diesen Gebieten innerhalb der letzten 14 Tage direkt nach der Einreise nach Belgien ein belgischer PCR-Test und eine 14-tägige Quarantäne verpflichtend.

Personen aus Regionen auf der Roten Liste können sich entweder nach Voranmeldung auf dem Brüsseler Flughafen Zaventem testen lassen, oder in einem der staatlich zertifizierten Labore des Landes, deren Liste auf der Homepage des Außenministeriums verlinkt ist. Ein negativer Test beendet nicht vorzeitig die Quarantäne, diese muss auf jeden Fall absolviert werden, betont das Außenministerium. Ausgenommen von den Bestimmungen sind Personen, die sich weniger als 48 Stunden in Wien, Tirol und Vorarlberg aufgehalten haben oder sich weniger als 48 Stunden in Belgien aufhalten werden. Von touristischen Reisen nach Belgien aus diesen Regionen wird daher dringend abgeraten.

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) betonte in einer ersten Reaktion auf die belgische Entscheidung, er nehme "diese Entscheidung zur Kenntnis", unterstrich aber gleichzeitig, dass "wir unsere Bemühungen zur Eindämmung des Virus klar fortsetzen werden". Dazu gehöre etwa die Vorverlegung der Sperrstunde in der Gastronomie auf 22.00 Uhr, hieß es in einer Aussendung des Landeshauptmanns vom Mittwochabend. Vorarlberg werde "alles dransetzen, dass die Reisewarnung wieder aufgehoben wird".

"Jede Reisewarnung schmerzt"

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) meinte am Mittwochabend in einer ersten Stellungnahme auf APA-Anfrage, dass "jede Reisewarnung" schmerze. Denn in Tirol seien unzählige Arbeitsplätze vom Tourismus abhängig. Aktuell sei es jedoch positiv, dass die Tendenz bei den Infektionszahlen in den vergangenen Tagen rückläufig sei. "Unser Ziel bleibt, die Zahlen weiter zu senken", erklärte Platter.

Zuvor hatten bereits die Niederlande die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck auf die Rote Liste gesetzt. In Dänemark gilt für ganz Österreich eine Reisewarnung. Vor Reise in die Bundeshauptstadt Wien warnen neben Belgien, auch Deutschland, die Schweiz und die Niederlande.

 


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Kommentare (39)

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tannenbaum
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Warum

wird keine strikte Grenzschließumg für Tschechien und Ungarn verfügt? Menschen, welche über diese Grenze kommen, kommen alle aus Ländern mit hohen Infektionsraten. Aber diese Leute werden von der ÖVP Klientel als billige Arbeitskräfte gebracht. Da kriminalisieren wir doch lieber Österreicher, die gerne ein paar Tage in Kroatien am Meer verbringen möchten!

rehlein
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Für Tschechien müßte schon längst eine Reisewarnung raus.

Wo bleibt da die Relation zur Reisewarnung für Kroatien?

Völlig unverständlich...

Dasselbe gilt für Frankreich.

Wo bleibt da die Verhältnismäßigkeit, dass ich Länder mit überschießenden Zahlen nicht mit einer Reisewarnung Stufe 6 versehe, aber Länder, die zwar höhere Fallzahlen hatten, aber nie in diesem Ausmaß, wie eben Kroatien, hat man komplett auf die Liste gesetzt.

Ich bin zwar kein Kroatien-Urlauber, aber ich bin für Gerechtigkeit.

samro
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jetzt ist sie da die reisenwarnung

fuer prag region und regionen frankreichs.
endlich kann man nur sagen.
aber wurde echt zeit.
ich hoffe die zahlen in europa entspannen sich bald bissl wieder. ist extrem in so vielen laendern jetzt.

Balrog206
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Wie

Würde das mit den Reisewarnungen eigentlich aussehen , bei Reisen in Ländern in denen sehr sehr wenig oder wen überhaupt getestet wird ( Arme Länder ) ?

CloneOne
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wo bleibt die Pressekonferenz?

wär ja gelacht wenn wir die 100Millionen € nicht voll bekommen #hörtzuwenndergesalbtespricht Wien und Innsbruck sind rot-was nun? Citylockdown? Oder einfach nur eine Farbe im grossen Farbspektrum?! Man kann es drehen wie man will: die Politik hat es vergeigt. Mit den frühzeitigen Lockerungen im Sommer haben wir unseren Vorsprung eingebüßt. Die Wirtschaft stirbt, Branchen sind am Sterben und Wien wählt....man merkt gleich wo die Prioritäten sind.

ReinholdSchurz
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Mensch🇩🇪

Es ist einfach egoistisch sich gegenseitig mit Corona Sperren zu belegen, ich find es ist genug des Blödsinns halten wir uns einfach an ganz einfache Regeln und die Lage schaut dann gleich anders aus.
Mäßigung und Zurückhaltung ist das Gebot der Stunde und die Strafen bei nicht Einhaltung müssen bis in die Knochen schmerzen.
Wer nicht hören will muss es fühlen dann gewinnen wir und nicht das Virus😉

Immerkritisch
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Bedanken

sie sich bei jenen in Österreich, die Verantwortungslos sind!

fürstin0206
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Traurig

Es ist traurig aber wahr das niemand begreifen will dass man ein Virus nicht besiegen kann. Alle Massnahmen helfen kurzfristig gegen den Virus zerstören aber langfristig die Wirtschaft, die Psyche und die Zukunft unserer Kinder. Wir werden mit COVID leben müssen was anderes gibt es nicht. Alle Verbote , Reisewarnungen sind vergebens. helfen kurzfristig die Zahlen zu verschönern
Was Sinn macht um Todesfälle zu verringern ist Risikogruppen und alte Menschen gezielt zu schützen z.b. Mit Einkaufsdiensten, Tagsbetreuung damit sie nicht so allein sind. Für alle anderen gibts nur Augen zu und durch. So wie bei der Grippe. Hier gibts schon lange keine Zahlen mehr wieviele Erkrankte es gibt und wieviele Tote das interessiert keine mehr gibt ja eine Impfung die wirkt zwar nicht zu 100% aber egal schweigen wir die Grippetoten doch tod.

Und das Thema Impfung ist genauso wie bei der Grippe nur eine villeicht Hilfe wenn man jetzt schon weiss das nur wenige Antikörper bilden welche Impfung soll da helfen und vorallem in der kurzen Zeit ist eine realistische wirksame und erprobte Impfung sowieso Humbug.

Wenn nicht bald irgendwer in Europa diesem Lockdownwahnsinn gepaart mit Einsperrmassnahmen und Wirtschaftszerstörung stoppt haben wir Europäre bald nicht die Angst an Covid zu sterben sondern an Armut.

samro
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wie gibts das

dass noch immer welche mit der grippe kommen?
das will man echt nicht glauben.

erstdenkendannsprechen
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und sie werden nicht müde, die grippetoten zu bemühen.....

gute frau - niemand schweigt die grippetoten tot (!).
aber wenn ich bei knapp 40.000 erkrankten diese saison bereits gleich viele tote wie bei der grippe habe (heuer waren es nicht mehr) - dann können sie sich denken, wie unpassend der vergleich ist, wenn an grippe geschätzt 1 million jährlich erkrankt....

SagServus
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Hier gibts schon lange keine Zahlen mehr wieviele Erkrankte es gibt und wieviele Tote

Brauchst nur googlen.

Meduni Wien und Ages haben zu jeder Saison die Zahlen.

fürstin0206
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Grippe

Das man das googlen kann ist klar, aber tägliches Grippeupdate mit Fallzahlen und Krankenhausbelegungen gibts in keiner Nachrichtensendung und in keiner Zeitung. Da wird nur gesagt die Grippsaison beginnt und fertig.

erstdenkendannsprechen
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weils nicht vergleichbar sind - und weil grippetote einfach

mit der übersterblichkeit berechnet werden.
niemand weiß, ob die grippetoten wirklich an grippe verstorben sind.
der vergleich ist ein unpassender, wie gesagt.
ev. kann man eine pandemische grippe vergleichen, aber nicht die saisonale.

fürstin0206
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Und sie wissen das alle Covid Torten an Covid gestorben sind?

Alles klar

tannenbaum
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Diese

Retourkutschen aus den verschiedenen, für Österreichs Tourismusbranche wichtigen Ländern haben wir einzig und allen den egoistischen Alleingängen des Gesalbten zu verdanken! Bin nur gespannt, wann seine Jünger das schnallen. Die größten Geschädigten befinden sich eh unter seinen Anhängern.

Pelikan22
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Normal müsst man dich anzeigen!

BK Kurz einen "Gesalbten" zu nennen ist Blasphemie und eine Verhöhnung der katholischen Religionsgemeinschaft. Dass sich eine Zeitung dazu hergibt, diese Beleidigung zu veröffentlichen, zeigt, welchen Wert das Wort "christlich" noch hat! Hab außerdem gar nicht gewusst, dass Tannenbäume "rot" sind!

Mein Graz
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@Pelikan22

Willkommen zurück - oder warst gar nie weg?

checker43
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Es

waren keine Alleingänge. Auch andere Länder haben immer wieder Reisewarnungen für Kroatien und viele andere Länder ausgesprochen.

satiricus
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Die Reisewarnungen vieler anderer Länder....

... haben meist nur gewisse Regionen in Kroatien betroffen. Nur für unseren Bundesmaturanten war es plötzlich notwendig, innerhalb kürzester Zeit die österreichischen Urlauber aus Kroatien 'zurückzubeordern'.
Wäre das gleiche, wenn die anderen Nationen nunmehr eine Reisewarnung für ganz Österreich herausgeben würden und nicht nur für gewisse Bundesländer bzw. Großstädte.

checker43
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Es

ist komplett egal, ob fürs ganze Land oder für Regionen. Die Regionen, für die Deutschland eine Reisewarnung aussprach, waren sowieso jene, die am meisten von Touristen besucht werden. So viele fahren nicht an die serbische Grenze im Hinterland ohne Strand auf Urlaub.

samro
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retourkutschen is super

sie denken wohl die anderen laender sind geistig benebelt und verstehen unsere zahlen nicht?
tun sie aber und dem rki unterstelle ich nicht dass es politisch denkt und sich an kurz raecht. das ist schon a bissl eine seltsame betrachtungsweise.

chrispap
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Revange

So wie wir es vorausgesagt haben.Jetzt revangieren sich die anderen Staaten bei uns.Kurz war ja so gescheit und setzte Kroatien und Co im Sommer auf die rote Liste.Es ist zwar schade um unsere Wirtschaft,aber ich finde es richtig so

SagServus
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...

Eine "Revanche" wäre es dann, wenn andere Staaten wegen 1-2 Coronahotspots ganz Österreich als Risikozone deklarieren.

Ich seh bis dato aber nur Reisewarnungen für Regionen. Jeder Belgier oder Deutscher kann nach wie vor ohne Probleme in die Steiermark reisen.

checker43
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Niemand

hat vorausgesagt, dass sich Belgien(!) für die Reisewarnung Österreichs für Kroatien revanchiert.

Die Sache ist viel einfacher, als Sie denken: Gehen irgendwo die Zahlen hoch, gibts eine Reisewarnung von den Ländern, deren Einwohner üblicherweise in relevanter Zahl hinfahren.

samro
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wo ist die logik dass

sich deutschland revangiert fuer kroatien?
vielleicht is ihnen das nicht klar das rki gehoert zu deutschland und vertritt die interessen in der pandemiebekaempfung deutschlands und nicht kroatiens!

erstdenkendannsprechen
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die verstricken sich nicht in so kindischen spinnereien wie hier manche im forum.

gegenwärtig zählen für die meisten staaten elf der eu-staaten ganz oder teilweise zu risikogebieten. dafür hergenommen werden einzig und allein infektionszahlen.

 
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