Jaguar F-Pace im TestSo schnurrt das SUV als Plug-in-Hybrid

E-Motor, Plug-in-Hybrid, eine g’scheite Reichweite: Jaguar liefert mit dem überarbeiteten F-Pace eine erstaunliche Vorstellung.

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Den Jaguar F-Pace gibt es jetzt auch als Plug-in-Hybrid © OLIVER WOLF
 

Klar, die Reflexe. SUV. Groß. Schwer. Mächtig. Aber dann hört man keinen Motor, der Jaguar schnurrt leise die Straße entlang. Staunen. Ja, so geht’s auch. Auch Jaguar hat die Zeichen der Zeit erkannt. Der F-Pace, ein 4,75 Meter langes SUV, das natürliche Feindbild der Grünen, fährt jetzt mit Plug-in-Hybrid.

Sprich: Die 17,6-kWh-Batterie des F-Pace kann aufgeladen werden, wir schafften rein elektrisch durchaus 45 Kilometer im Realbetrieb. Das bedeutet, dass man so ein Trumm von einem Auto im Tagesbedarf der meisten Menschen lokal emissionsfrei betreiben kann. Nur auf längeren Strecken braucht man den Benziner, das ergab bei uns in Kombination insgesamt Verbrauchswerte zwischen rund sechs und etwas mehr als neun Liter auf 100 Kilometer (je nach Anteil/E-Modus). Das ist respektabel angesichts des Leistungsspektrums, denn der F-Pace leistet in seiner Hybrid-Version 404 PS.

Ausschöpfen wird man das ganze Sparpotenzial freilich nur, wenn man fleißig nachlädt, der F-Pace Hybrid lässt sich mit 32 kW Gleichstrom in 30 Minuten von 0 auf 80 Prozent laden. Aber die Geschichte mit dem regelmäßigen Nachladen gilt für jeden Plug-in-Hybrid. Fest steht, dass in dieser Form auch SUVs in dieser Größenordnung sozial verträglich werden, weil sie derzeit eine g’scheite Kombination zwischen Reichweite und Umweltverträglichkeit darstellen. Auch das muss einmal betont werden.

Jaguar F-Pace P400e

Preis. Ab 98.541 Euro.
Motor. Vierzylinder-Turbobenziner, E-Motor, 404 PS Systemleistung; 640 Newtonmeter Drehmoment ab 1500 U/min.
Antrieb: Allrad, Acht-Gang-Automatik.
Abmessungen: 4,75/2,07/1,66 m L/B/H.
Verbrauch: rund 6 bis 9,5 l/100 km.

Was den F-Pace besonders macht, ist die Eleganz im Innenraum, der komplett überarbeitet wurde. In der Mitte sitzt ein 11,4 Zoll großer HD-Touchscreen, gut zu bedienen, im Cockpit hat man einen 12,3 Zoll individuell konfigurierbaren Bildschirm. Die Sitze sind neu, komfortabler, angenehmer.

Fahrerisch spürt man natürlich die Wucht des 2,2-Tonners. Wohl auch deshalb ist das Fahrwerk angenehm straff ausgeprägt, das spürt man selbst im Komfort-Modus. Wenn man’s wirklich braucht, kann man den F-Pace als Plug-in-Hybrid auch in 5,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h schicken. Aber Leute, das ist nicht unser Stil.

Vielmehr schauen wir darauf, dass wir mit einem Vierzylinder-Verbrenner, einem E-Motor, einer exzellenten Acht-Gang-Automatik auf die Fahrwerte eines Sechszylinders kommen, aber im Vergleich dazu weniger Sprit verbrauchen. Und wenn man den F-Pace noch ruhiger haben möchte: Mit dem Meridian-Soundsystem kann man über eigens generierte Schallwellen anderen Geräuschen entgegenwirken. Würden wir empfehlen, weil’s zum Konzept passt.

Kommentare (1)
Edlwer
5
16
Lesenswert?

Was ermutigt die REdakeure, das als erstaunlich zu bezeichnen...

... ein Plug-In Hybrid mit 6 - 9 l/100km.
ich hab einen 8 Jahre alten BMW 530 Allrad, der läuft bei 130km/H mit 6,2 Litern. Das ist erstaunlich!
Bei 200 hab ich ca. 8,5 Liter
Da kauf ich doch keinen Hyriden!!!
Und 45km rein elektrisch!!! Das finde ich auch zu Wenig.
Das ganze ist eine Mogelpackung1
Schade um Jaguar. Dabei ist der I-Pace wahrscheinlich eines der brauchbarsten, weil mit Reichweite ausgestattete E-Auto, abgesehen vom Tesla-Schrott und dem neuen Mercedes EQS!