SUV Model C startet 2023Elektronikriese Foxconn steigt in die E-Auto-Produktion ein

Der taiwanesischer Konzern Foxconn präsentierte mit einem SUV, einer Limousine und einem Bus seine neue Palette an Elektrofahrzeugen.

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Das SUV Model C soll 2023 auf den Markt kommen © Hon Hai Technology Group (Foxconn)
 

Der taiwanische Elektronikriese Foxconn geht unter die Autobauer. Das Unternehmen präsentierte am Firmensitz drei Fahrzeuge mit Elektroantrieb: eine Limousine, ein SUV und einen Bus. Die Namen der Fahrzeuge erinnern wohl nicht von Ungefähr an die des US-Herstellers Tesla.

Foxconn-Gründer Terry Gou persönlich führte die Limousine Model E, dessen Design von Pininfarina stammt und dessen Rückbank sich in ein rollendes Büro umbauen lassen soll. Die maximale Leistung soll bei 750 PS liegen und die Reichweite bei bis zu 750 Kilometern.

Mit dem Model C ist natürlich auch ein SUV mit von der Partie, das Anfang 2023 zunächst in Taiwan auf den Markt kommen und unter eine Million Taiwan-Dollar (30.000 Euro) kosten soll. Der Siebensitzer hat einen Radstand 2,86 Metern bei einer Länge von 4,64 Metern und soll eine Reichweite von rund 700 Kilometern haben. Angaben zu den verwendeten Batterien machte das Unternehmen keine.

Die Limousine Model E soll bis zu 750 Kilometer Reichweite haben Foto © Hon Hai Technology Group (Foxconn)

Der Bus Model T könne schon Anfang kommenden Jahres in der Stadt Kaohsiung im Süden Taiwans zum Einsatz kommen, wenn das Verkehrsministerium die Zulassung erteile, sagte Vize-Regierungschef Shen Jong Chin. Die Akkus sollen eine Reichweite von mehr als 400 Kilometern möglich machen.

Foxconn hat nach eigenen Angaben allein 2020 rund zehn Milliarden Taiwan-Dollar in die Entwicklung von Elektroautos gesteckt. In den kommenden zwei Jahren würden die Investitionen noch steigen. Konzernpräsident Young Liu sagte bei der Präsentation, Foxconn habe "schrittweise" eine Lieferkette und ein Vertriebsnetz aufgebaut.

Einer der jüngsten Partner ist der US-Elektroautohersteller Fisker; Foxconn und Fisker kündigten an, gemeinsam Autos zu entwickeln, die Produktion soll Ende 2023 starten. Seit Jahren gibt es Berichte, Apple wolle ein E-Auto entwickeln - Foxconn wäre dafür ein idealer Partner.

Der Stadtbus soll bereits nächstes Jahr in Dienst gestellt werden Foto © Hon Hai Technology Group (Foxconn)

Foxconn ist unter anderem der weltweit größte Zulieferer für Hersteller von Smartphones wie Apple. Für die Produktion von Elektroautos gründete Foxconn ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem taiwanischen Hersteller Yulon Motor und kaufte erst kürzlich für 230 Millionen Dollar (199 Millionen Euro) vom US-Startup Lordstown Motors ein Autowerk im US-Bundesstaat Ohio.

Die Autoindustrie weltweit leidet aktuell unter einem akuten Mangel an Halbleitern. In Taiwan stehen einige der größten und fortschrittlichsten Chip-Fabriken der Welt.

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